Mai 2014

07.06.2014 00:00

Gedanken im Alltag:

Wir scheinen einem neuen Trend zu folgen – „FreundschaftPlus“. Jedoch läuft es konträr dem gleichnamigen Film, nämlich meist ohne Happy End. Ach ja, und auch nicht zu vergessen, im genannten Film gibt es von Anfang an sogar noch klare Standpunkte und Worte.  Strotzt nicht grad vor Realismus, das Ganze. Ja, schon klar, wir sind nicht in Hollywood. Wobei ich manchmal schon darauf warte, dass einer „Und Schnitt! schreit.

Unverbindlich, unkompliziert und leicht soll es sein. Nannte man das „vor Kurzem“ nicht noch „offene Beziehung“…?  Eine Reihe von Dejá vues soll folgen. Wie in einer Endlosschleife. Mann scheint aufgrund eines evolutionären Glücksgriffes absolut trennen zu können. Unterhält man sich dann mal tatsächlich mit seinem „Grund schlafloser Nächte“ über ernste Absichten und Emotionen, kommt dies natürlich völlig überraschend für diesen und entweder kommt dann die große Ratlosigkeit oder die Ausreden, die der plötzlich auftretenden Kreativität seinerseits keine Grenzen setzt. Momente, in denen man denken könnte, man unterhält sich mit einer multiplen Persönlichkeit und sich die Frage „Entschuldigung, kennen wir uns…?“ förmlich aufdrängt. 

Mein Fazit aus diesem „Trend“? Ich hab prinzipiell kein Problem mit dieser Lebensweise. Will jedoch selbst darüber entscheiden dürfen, ob ich das so leben möchte oder nicht. Daher schätze ich in Bezug darauf ehrliche und klare Worte. Zu Anfang wäre natürlich traumhaft.

 

Dinge, die das Leben schöner machen:

  • Freunde und Kollegen, die sich gegenseitig die verdiente Aufmerksamkeit schenken
  • Handgeschriebene (!) Ansichtskarten bekommen
  • Sonntags bei traumhaftem Wetter mit Freunden, Bier und Burger den Sieg der Stuttgart Scorpions erleben
  • 22 Uhr - 23 Grad - zirpende Grillen - abendliche Sommerdüfte
  • McFlurry Bounty
  • Chillen & Grillen
  • Stuttgarter Frühlingsfest mit den #Blacksheeps
  • Nächtliche Teddyshows

 

Musik-Empfehlung:

Lilly Wood & The Pick and Robin Schulz – Prayer in C (Robin Schulz Remix)

Lana del Rey - Chelsea Hotel No. 2 (Duet mit Leonard Cohen)

 

Film-Empfehlung:

End of Watch (2012)

Act of Valor (2012)

 

Entdeckt:

www.isavea2z.com

www.schleckysilberstein.com

 

Lecker:

Torte’s Schoko-Nuss-Kuchen

Ben & Jerry’s Eis

 

Philosophisches:

„Die Mehrzahl der anständigen Frauen sind verborgene Schätze, die nur deshalb sicher sind, weil sie niemand sucht.“ F. de La Rochefoucauld

 

Sport:

Nachdem ich dieses Jahr meinen allerersten Halbmarathon überhaupt bestritten hatte, bin ich irgendwie auf den Trichter gekommen, dass es noch anderes gibt, als einfach „nur“ immer mal wieder joggen und ins Fitnessstudio zu gehen. 

Bereit, „jegliche“ Herausforderung anzunehmen, bekam ich dann vor einigen Wochen die einmalige Chance, in einer Gruppe beim „Fisherman’s Friend StrongmanRun“  auf dem Nürburgring mitzulaufen. Viel Zeit zum Nachdenken brauchte ich nicht. Ich hatte so was von Lust auf diesen Event!

So begann also wieder ein Trainingsplan – eine Kombination aus Lauf- und Krafttraining. Weitere vier Wochen Sport, die meinen Alltag bestimmen sollten. Übrigens ein grandioses Gefühl, sich stellenweise an die körperlichen Grenzen für ein Ziel zu bringen.

Jedoch verliefen die Wochen der Vorbereitung etwas außerplanmäßig. Schon zwei Wochen vor dem Run bekam ich Probleme mit beiden Unterschenkeln.  Muskelverhärtungen aufgrund Überbelastung und körperlicher Dysbalance (Mal so ein Tipp am Rande – Regeneration bzw. Trainingspausen sind übrigens das A und O…!). Somit war Schonen angesagt. Jedenfalls im Bezug aufs Laufen. Und Dank hervorragender Physiotherapeuten konnte ich am 10. Mai dann tatsächlich starten!

Bereits am Nachmittag des 9. Mai ging es mit einem Teil der Gruppe an den Nürburgring. Pasta-Party, Warm-Up-Party – alles war hervorragend organisiert.

Dann der Morgen des großen Tages! Nach dem ausgiebigen Frühstück und deutlicher Nervosität meinerseits, ging’s durch die Boxengasse zur Startaufstellung. Eine grandiose Stimmung, tausende Läufer – das MUSS man selbst erlebt haben! Mit musikalischer Unterstützung gab’s ein Warm-Up-Programm und der Brennivin-Schnaps tat sein Übriges.

Um 13:12 Uhr fiel dann auch der Startschuss für meine Gruppe, und damit auch die Anspannung. Der Beginn eines legendären Laufs! Es folgten rund 13 Kilometer und 17 Hindernisse und zunächst gelang es, in der Gruppe von 10 Leuten zu laufen.  Im Verlauf splittete sich die Gruppe jedoch in ein 2er und ein 8 er Team – bis zum Ende der ersten Runde. Dann fiel unglücklicherweise ein Teammitglied verletzungsbedingt aus. Das nächste „Unglück“ folgte ein paar Meter später. Mich überfielen Wadenkrämpfe, welche einen weiteren „Gruppen-Split“ forderten. Schließlich kämpften wir uns zu viert durch die letzten Kilometer und Hindernisse. Die Laune ließ sich niemand von uns verderben, wenn auch zugegeben, irgendwann nur noch der Ehrgeiz lief.

Schließlich gelang es uns in Teamarbeit zu viert gemeinsam nach rund 26 Kilometern zu finishen. Das Gefühl, im Team gemeinsam nach solch einem harten Lauf über die Ziellinie zu laufen, ist übrigens unbeschreiblich und hat absolut Suchtpotenzial!!

 

Besorgniserregend:

Rastlose Menschen, die meinen, „auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen“, ständig Angst haben, etwas zu verpassen und denken, es könnte immer noch etwas Besseres kommen.

 

Be-Merkenswert:

Es ist wissenschaftlich nicht geklärt, wie Katzen schnurren. Was natürlich unter anderem daran liegt, dass sie es unter Laborbedingungen nicht tun…

 

Nachtgedanken:

"Wir sagen nicht, was wir denken und wir meinen nicht, was wir sagen. Wir sagen, was wir meinen das wir sagen sollen und denken, dass wir das eigentlich nicht tun wollen. Und wir tun nicht, was wir sagen, und wir denken, das ist falsch. Und wir meinen zu verstehen, dass wir das mal ändern sollten, weil wir eigentlich ja das, was wir meinen, sagen wollten". (Jule Weber)

 

Fazit:

Erkenntnis ist oftmals schmerzhaft, bedeutet aber auch, „verlorene“ Freiheit wieder zu erlangen.